Dass ein weiterer Großkonzern eine Insel in Second Life eröffent ist eigentlich keine Meldung (doch eine… hier) wert. Sehr viele haben in der Vergangenheit großmundig ihr Second Life Engagement angekündigt. Was ich aber bemerkenswert finde ist die der Web 2.0 Ansatz den CNN gewählt für ihr Second Life Engagement gewählt hat. Für einen ansonsten auf one-way-Kommunikation spezialisierten Nachrichtendienstleister ist es ein großer Schritt sich auf einen echten Dialog mit Anwendern einzulassen und user-generated-content auf einer CNN-gebrandeten Insel zu veröffentlichen. Das macht die Marke CNN nahbar, fassbar und kann so zu einer höheren Kundenbindung führen. Über diese Themen reden wir häufig mit deutschen Unternehmen, aber leider verstehen nur wenige das Potential dass in solch einem Ansatz steckt. Ich freue mich dass CNN einen Web 2.0 Ansatz gewählt hat und uns nicht mit schöner aber langweiliger Architektur beglückt und dann bzgl. der Besucherzahlen wunder erwartet. Ich schaue mir das gleich mal an!
Christoph Lattemann (was für ein schöner Name) hat einen Artikel im Börsenblatt zum Thema “Der Hype ist nicht vorbei” veröffentlicht.
Abgesehen vom Titel, mit dem ich ganz und gar nicht übereinstimme, ist der Artikel gut.
Ich persönlich freue mich sehr, dass der rund um Second Life in Deutschland vorbei ist, denn nun kann man mit Firmen und sogar der Presse vernünftige Gespräche führen. Jetzt geht es nicht mehr um “dabei sein ist alles” bzw. “mir ist egal was wir machen, hauptsache die Presse berichtet darüber”.
Jutta Westphal hat mir gerade Bescheid gesagt, dass Sie - herzlichen Dank an dieser Stelle - einen Raum im Grünfeld, Brüsseler Straße 47, 50674 Köln für Donnerstag den 15.11. ab 19:00 Uhr reserviert hat. Wir haben uns mit Jutta auf das Grünfeld verständigt, nach das 4carni uns mit einer Mindestumsatzforderung von 2500€ für die Nutzung ihres Raums konfrontiert hat. Den Bloggern sollte das Grünfeld von der Plogbar bestens bekannt sein, wer es noch nicht kennt kann sich an folgenden Koordinaten orientieren:
Link zum Grünfeld - hier - (SchachvereinGruenfeld.de ist auch die offizielle Webpage des Restaurants)
Kartenausschnitt zur Orientierung. Wer mit dem Auto kommt und keinen Parkplatz vor Ort findet weicht am Besten auf das Holiday-Inn-Parkhaus am Rudolphplatz aus - oder weiß jemand noch nähere / bessere Parkmöglichkeiten?
Ich werde voraussichtlich erst um 20:30 eintreffen, aber kommen werde ich auf jeden Fall. See you.
Auf Exciting Commerce wird über die Pressemitteilung von ACNielsen zum Thema Life Shopping berichtet - hier.
Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass in Deutschland zwar großes Interesse an Life Shopping besteht, aber insbesondere etablierte Handelsketten immer noch Probleme mit der Vorstellung des “ortsunabhängigen” Internet-Vertrieb haben. Das waren eigentlich die Hausaufgaben im Web 1.0 - HALLO - inzwischen sind wir schon sehr viel weiter. Das Problem der etablierten Handelsketten mit großem Präsenzgeschäft ist nach wie vor der Gebietsschutz. Mit einem Handelsunternehmen habe ich konkret über den Vertrieb realer Produkte in virtuellen Welten gesprochen und bin schlußendlich am Gebietsschutz gescheitert. Im konkreten Fall war die Macht des Präsenzgeschäfts ist so groß, dass jegliches Engagement reale Produkte über das Internet zu verkaufen - und vielleicht sogar über virtuelle Welten - im Keim erstickt wurde.
Im Gegensatz dazu planen unabhängige Gesellschaften den Aufbau von virtuellen Einkaufszentren. Über eine Initiative wurde kürzlich in der Welt Online berichtet - hier. Beim Virtual Worlds Forum Europe in der vorletzen Woche habe ich u.a. darüber mit dem CEO von Entropia Universe gesprochen. Er hat den Vertrieb realer Produkte über Entropia Universe als das wichtigste Ziel für 2008 erkärt und erwartet bereits im nächsten Jahr einen substantiellen Deckungsbeitrag aus diesem Income-Stream.
Das Thema Geschäftsmodelle “in und mit” virtuellen Welten treibt insbesondere uns Deutsche um! Gerade erst habe ich in einer neuen Studie der HHL - Leipzig Graduate School of Management von Kathrin Jung über das Nutzerverhalten in Second Life davon gelesen. Demnach sind wir Deutschen sehr viel mehr am Geldverdienen interessiert als andere Nationen. Dafür haben wir es scheinbar leichter mit der freien Meinungsäußerung im realen Leben, denn dieser Beweggrund sich in virtuellen Welten zu engagieren war in den USA sehr viel stärker ausgesprägt als hierzulande.
For the element “I can do/say things I could not do/say in real life”, Americans showed a tendency to higher agreement compared to Germans and other nationalities, whereas among German respondents more people confirmed the motivation of wanting to make money in Second Life.
(Auszug: Kathrin Jung, Research Associate/ Doctorial Candidate, Department of Marketing Management, HHL - Leipzig Graduate School of Management)
Seit gerade mal einer Woche stehen nun auch die Finalisten des VVC - Virtual Venture Competition fest. Wir erinnern uns, das ist der McKinsey-Wettbewerb bei dem Teams 45 Tage Zeit hatten aus einem virtuellen Startgeld möglichst viel Gewinn zu schlagen. Insgesammt wurden 6 Teams ausgewählt die Mitte November in Kitzbühl gegeneinander antreten werden. Hier eine kurze Liste der ausgewählten Geschäftsmodelle, wer mehr dazu erfahren möchte geht auf die offizielle Seite von McKinsey - hier
virtuelle Werbeagentur - berät Firmen bei Marketingstrategien in Second Life
Corporate Communications - Management-Training-System für Firmen aus der realen Business-Welt
Roboter GENIE - sammelt & verteilt automatisch Informationen über andere Avatare (mmh - ob das alle so gut finden)
Dating-Service - bringt Avatare zusammen
Rabattkartensystem - für virtuelle Shops in Second Life
FinderBot - unterstützt User bei der Produkt- und Informationssuche
Vodafone machts mit einem neuen Service in Second Life möglich!
Wie auf dem Virtual Worlds Formum Europe letzte Woche vorgestellt bietet Vodafone jetzt einen Service in SL an, mit dem man SMS und sogar Telefongespräche aus SL heraus kostenlos versenden bzw. führen kann. Dieser Service ist derzeit kostenlos, da Vodafone laut folgender Pressemitteilung noch nicht abschätzen kann, was die Kunden bereit sind dafür zu bezahlen. Insofern wird experimentiert, was ich nicht nur aufgrund des kostenlosen Service für genau den richtigen Ansatz halte um einen neuen Markt zu analysieren bzw. zu erschließen. Ausprobieren was geht - das ist der neue Ansatz von Vodafone, der nach den ersten Versuchen im Februar und März 2007 leider vorübergehend aufgegeben wurde.
Als ich letzte Woche auf dem Virtual Worlds Forum Europe - der ersten Konferenz zu virtuellen Welten in Europa - war, hat uns die Nachricht von der Absage der Metaverse 07 erreicht. Nach den mehrfach gescheiterten Versuchen eine SLCC in Deutschland zu veranstalten ist jetzt eben auch die Metaverse 07 aufgrund finanzieller Probleme abgesagt worden.
Aber halt! Die Meatverse 07 wird im November (fast) wie geplant stattfinden, aber eben nicht mehr als Präsenzveranstaltung in München sondern in-world! Entsprechende Informationen finden sich im Blog des Veranstalters. Dort ist u.a. zu lese…
Da aus Sicht der Veranstalter das Thema Second Life nicht das Problem ist, sondern vielmehr die unsichere Marktsituation, wird die Konferenz verschoben und das Konferenzkonzept den aktuellen Marktbedingungen angepasst. inGame Konferenz am 19. und 20. November 2007 Die Metaverse 07 wird zunächst am 19. und 20. November inGame im Second Life auf der Homebase der Konferenz, „IT Republic“, stattfinden.
In der Community erzählt man sich, dass die Absage nicht überraschend kam. DAs Organisationsteam der Metaverse 07 ist im Gegensatz zu den SLCCs professionell und hat mit der Organisation von Kongressen Erfahrung. Bei der Auswahl Vorträge hat man sich jedoch primär auf allgemein bekannte Deutsche Referenten gestützt, deren Vorträge zumindest Insider schon bei anderen Veranstaltungen gesehen bzw. gehört haben. Der zu erwartende Neuigkeitswert der Veranstaltung ist für einige mit denen ich gesprochen habe keine Reise nach München und schon gar nicht den Eintrittspreis wert.
P.S. ganz anders in London beim VWFE! Das war eine super Veranstaltung mit vielen internationalen Teilnehmern und Referenten - darüber sollte ich eigentlich auch noch schreiben…
Wenn man sich ernsthaft mit virtuellen Welten auseinandersetzt kommt sehr schnell die Frage auf, wie man damit Geld verdienen kann. Man kann zwar unterschiedlicher Meinung sein ob Geld für die Fortentwicklung virtueller Welten gut ist oder auch nicht, aber man muss sich mit dem Thema auseinandersetzen. Gewöhnlich entstehen heiße Diskussionen wenn man über Werbung und Shopping in virtuellen Welten redet, da dies mit einem Rückschritt hin zum Web 1.0 gesehen wird - aber das nur zur Einleitung…
Heute habe ich einen guten Artikel zum Thema Geldverdienen in und mit virtuellen Welten im Pressetext.at gelesen. Eigentlich naheliegend, dass sich Antivirus-Softwarehersteller auch mit sicherheitsrelevanten Fragen von Second Life & Co auseinandersetzen, aber dass dieses neue Geschäftsfeld bereits heute aktiv angegangen wird hat mich dann doch etwas überrascht. IBM ist auch bei diesem VW-Thema mit dabei und beschäftigt sich z.B. im Forschungslabor Zürich mit dem Thema Sicherheit, Viren etc.
Heute scheint es nun endlich los zu gehen… der Wettlauf um die besten Plätze unter den Top-Virtuellen Welten hat begonnen. Schon länger wurde erwartet, dass die großen der IT-Branche an eigenen virtuellen Welten arbeiten bzw. die bereits vorhandenen Spiegelwelten entsprechend “aufrüsten”. Noch ‘Anfang August haben wir auf einer Konferenz über die Konvergenz von Spiegelwelten (z.B. Google Earth) und Virtuellen Welten (in diesem Zusammenhang sind “open ended social platforms” wie z.B. Second Life gemeint) diskutiert und einige Vermutungen angestellt. Aber zum damaligen Zeitpunkt gab es noch keine Fakten oder konkrete Hinweise.
Jetzt scheint klarer zu werden, dass Google - oder zumindest eines der sehr großen IT-Unternehmen mit einer eigenen Spiegelwelt - weiter mit der Realisierung einer Virtuellen Welt fortgeschritten ist, als bislang angenommen wurde. Heute verkündete dieArizona State University dass Sie mit einem “großen Web-Unternehmen” an einem Virtuelle-Welten-Projekt arbeitet und Studenten zur Teilnahme einlädt.
Hier einige Links zur aktuellen Berichterstattung:
Zwar gab es schon länger Gerüchte überAvatare in Google Earth (die ich auch schon selber dort gesehen habe) aber die Lösungen waren noch sehr primitiv. Ich bin gespannt was wir in den nächsten Tagen dazu noch hören und sehen werden.
Mike
Update 25.09.07 - Noch eine lesenswerte Quelle: TechCrunch
Wie bereits auf diesem Blog angekündigt berichten derzeit die Medien verstärkt über SecondPages - die gelben Seiten von Second Life!
Gestern Abend ab 18:00 Uhr hat SecondRadio im Maxx Pfeffer-Interview über SecondPages.com berichtet. Das Interview in voller Länge gibt es bei SecondRadio.
Wir haben die für SecondPages.com relevanten Interviewpassagen zusammengestellt und bieten Sie hier zum Hören an: