Archiv für die Kategorie 'Metaversen'

Wer versteht die Stategie von Electronic Arts noch?

Sonntag, 2. März 2008

Während des Second Life Hypes haben sich Nachrichten über weitere virtuelle Welten überschlagen. Bereist im Frühjahr 2007 war die Rede von “Virtual Me” - DAS Konkurrenzprodukt von Electronic Arts - welches im September 2007 gelaunched werden sollte. Natürlich ist aus September nichts geworden, aber immerhin Ende Februar 2008 hat EA die Website von Virtual Me mit Leben gefüllt.

Aber was ist Virtual Me? Eine Software mit der man virtuelle Charaktere erschaffen kann, die in Beauty-Contests und anderen Wettbewerben auf der Virtual Me - Website gegeneinander antreten können.  Vergeblich habe ich nach einer virtuellen Welt gesucht, in der man sich mit anderen virtuellen Charakteren treffen und kommunizieren kann. Auch im Ausblick von Virtual Me habe ich darauf keinen Hinweis gefunden. Das Thema virtuelle Welten auf den Avatar zu reduzieren ist sogar ein Stück weit nachvollziehbar, da der Personenkult und die Wunschdarstellung des zweiten Ichs eine wesentliche Motivatio für viele Spieler ist, aber die Darstellung der Charaktere auf eine statische Website zu reduzieren nimmt einem die Möglichkeiten zur real-time Interaktion. Letzteres macht für mich den Reiz virtueller Welten aus, da man online ein Gemeinschaftgefühl durch zeitgleiche Erlebnisse erreichen kann.

Noch mehr verwirrt hat mich die Ankündigung von Electronic Arts bzgl EA-Land. EA-Land ist eine Weiterentwicklung von The Sims Online, wobei letzteres darin vollständig aufgehen soll. Also eine virtuelle Welt, getrennt von Virtual Me - oder was? Will EA später beide Ansätze vereinen? Ich denke nur so kann EA sehr viele Nutzer für Virtual Me gewinnen, die bekanntlich aus dem Nutzerkreis der Sims-Online-Spieler rekrutiert werden sollen. Wer weiß mehr über EAs Strategie?

MMI Initiative - Kennzahlen für virtuelle Welten

Samstag, 1. Dezember 2007

Endlich hatte ich mal Zeit nach der MMI-Initiative von Robert Bloomfield, Prof an der Cornell University zu suchen. MMI steht für Metaverse-Market-Index und somit stellvertretend für eine Initiative zur Definition von “weltweit” akzeptierten Kennzahlen für virtuelle Welten. Spätestens seit der Diskussion um Besucherzahlen und -zeiten in Second Life ist klar geworden, dass man verlässliche Kennzahlen braucht. Diese Kennzahlen sind Voraussetzung um virtuelle Welten objektiv miteinander vergleichen zu können. Weiter sollen diese Kennzahlen die Vergleichbarkeit von In-Game-Werbung mit TV-, Print- und Online-Werbung erlauben.

Einen guten Einsteigerartikel zum Thema MMI findet man bei ZDNET - hier. Den schrittweisen Aufbau des MMI-Kennzahlen stellt sich Mr. Bloomfield wie folgt vor:

  1. user data - number of users, usage time
  2. economic data - GNP etc
  3. technical data - e.g. interoperability

Eine Homepage gibt es für die MMI-Initiative natürlich auch schon - hier - aber dort ist noch wenig los. Neben einer Liste der weitestgehend bekannten Plattformen und virtuellen Welten findet sich leider nichts erwähnenswertes. Ich drücke Mr. Bloomfield die Daumen dass er zumindest einen der Big-Player an Bord bekommt und somit die notwendige finanzielle und politische Unterstützung erhalt.

P.S. gerade hat er auf meine Anfrage geantwortet - ich halte Euch auf dem Laufenden.

Antivirus-Software für Second Life & Co?

Dienstag, 25. September 2007

Wenn man sich ernsthaft mit virtuellen Welten auseinandersetzt kommt sehr schnell die Frage auf, wie man damit Geld verdienen kann.  Man kann zwar unterschiedlicher Meinung sein ob Geld für die Fortentwicklung virtueller Welten gut ist oder auch nicht, aber man muss sich mit dem Thema auseinandersetzen. Gewöhnlich entstehen heiße Diskussionen wenn man über Werbung und Shopping in virtuellen Welten redet, da dies mit einem Rückschritt hin zum Web 1.0 gesehen wird - aber das nur zur Einleitung…

Heute habe ich einen guten Artikel zum Thema Geldverdienen in und mit virtuellen Welten im Pressetext.at gelesen. Eigentlich naheliegend, dass sich Antivirus-Softwarehersteller auch mit sicherheitsrelevanten Fragen von Second Life & Co auseinandersetzen, aber dass dieses neue Geschäftsfeld bereits heute aktiv angegangen wird hat mich dann doch etwas überrascht. IBM ist auch bei diesem VW-Thema mit dabei und beschäftigt sich z.B. im Forschungslabor Zürich mit dem Thema Sicherheit, Viren etc.

Topmeldung - Google testet eigenes Second Life

Dienstag, 25. September 2007

Heute scheint es nun endlich los zu gehen… der Wettlauf um die besten Plätze unter den Top-Virtuellen Welten hat begonnen. Schon länger wurde erwartet, dass die großen der IT-Branche an eigenen virtuellen Welten arbeiten bzw. die bereits vorhandenen Spiegelwelten entsprechend “aufrüsten”. Noch ‘Anfang August haben wir auf einer Konferenz über die Konvergenz von Spiegelwelten (z.B. Google Earth) und Virtuellen Welten (in diesem Zusammenhang sind “open ended social platforms” wie z.B. Second Life gemeint) diskutiert und einige Vermutungen angestellt. Aber zum damaligen Zeitpunkt gab es noch keine Fakten oder konkrete Hinweise.

Jetzt scheint klarer zu werden, dass Google - oder zumindest eines der sehr großen IT-Unternehmen mit einer eigenen Spiegelwelt - weiter mit der Realisierung einer Virtuellen Welt fortgeschritten ist, als bislang angenommen wurde. Heute verkündete dieArizona State University dass Sie mit einem “großen Web-Unternehmen” an einem Virtuelle-Welten-Projekt arbeitet und Studenten zur Teilnahme einlädt.

ASU on Google 3D

Hier einige Links zur aktuellen Berichterstattung:

Computerwoche

Wallstreet-Online

Zwar gab es schon länger Gerüchte überAvatare in Google Earth (die ich auch schon selber dort gesehen habe) aber die Lösungen waren noch sehr primitiv. Ich bin gespannt was wir in den nächsten Tagen dazu noch hören und sehen werden.

Mike

Update 25.09.07 - Noch eine lesenswerte Quelle: TechCrunch

Questville - Amazon’s virtuelle Welt?

Donnerstag, 5. Juli 2007

Questville ist seit kurzem in aller Munde. Seitdem man auf askville.com Fragen stellen und Antworten geben kann und dafür so genannte „Quest Coins“ bekommt, wird heiß diskutiert was man damit anfangen kann.
Wie metaversed schreibt, dass man diese Quest Coins später auf questville.com gegen „exciting new adventures and other cool things“ eintauschen kann. Noch wird heftig spekuliert worum es sich bei Questville handelt - Die einen meinen es wird eine neue virtuelle Welt, andere sagen es wird eine Web 2.0 Community Site werden.

Questville Logo

Amazon gibt zu diesen Spekulationen keine Stellungnahme ab. Wir haben bislang lediglich erfahren, dass eine Release von questville noch für 2007 geplant und man hier seine Quest Coins gegen “aufregende neue Abenteuer und andere coole Dinge” eintauschen kann.

Wir sind gespannt was Amazon hier ausbrütet und werden darüber berichten, sobald es die Möglichkeit zum Beta-Test gibt.

StageSpace – Second Life im Browser oder 3D-XING?

Mittwoch, 20. Juni 2007

StageSpace ist eine neue virtuelle Welt, die sich noch in der Beta-Testphase befindet. Im Gegensatz zu Second Life läuft StageSpace im Web-Browser, nachdem man einmalig Java Webstart installiert hat.

Wir haben uns diese neue Plattform einmal näher angeschaut und eine Mischung aus einfachem Second Life und 3-Dimensionalem XING geboten bekommen.

Bei dem ersten einloggen nach dem Update am 19.06.2007 traf ich auch gleich jemanden, der seit Anfang an dabei ist, BIG-Stan, ein Azubi in der Firma. Wir standen in einer Ecke der Disco und haben uns über den Szene-Chat unterhalten können.

Momentan kann man zwischen drei Locations wählen: Disco, Hotel und Lounge. Das ist nicht viel, zumal dieser Locations ist nicht sehr groß und nur spärlich eingerichtet sind. Die herumstehenden Objekte kann man in sein Inventar aufnehmen und an einer anderen Stelle wieder aufstellen und verschieben bzw. drehen, jedoch nicht selber bauen. Laut BIG-Stan das Bauen aber bald möglich sein. Neue Objekte kann man sich in einem Shop kaufen. Bezahlt wird mit Netties, der Währung in StageSpace.

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