Archiv für November 2007

UpNext - schnelle, Browser-basierte 3D-Stadtansicht

Freitag, 30. November 2007

Hin und wieder sieht man Lösungen die einem ein leises WOW entlocken. Bei upnext.com war das bei mir heute der Fall. Aus Google Earth kennt man schon die 3D Darstellung von ganzen Städten wie z.B. Hamburg und New York, aber dafür muss man zunächst einen Fat-Client herunterladen. Auch wirkt bei GE die Anreichung um Gebäude und Firmeninformation aufgesetzt - bei upnext.com ist diese besser “integriert”.

upnext.com - 3D Stadtansicht mit integrierten “gelben Seiten”

upnext.com benötigt keine Software-Installation, die Java-basierte Anwendung läuft im Browser. Beim ersten Laden dauert es zwar ca. 45 sec bei einer 2MBit Anbindung, aber dann ist die 3D Ansicht wirklich schnell. Ziel von upnext.com ist nicht die mögichst realistische 3D-Darstellung von Gebäuden (was GE auf Basis von Sketch-up auch nicht behaupten kann) sondern die Integration von “Classifieds” (Anzeigen und typischen Inhalten von den gelben Seiten) die auf Knopfdruck oder über Suchfunktionen verfügbar ist. Toll ist bei upnext.com auch das User-Interface gelöst - linke Maustaste halten und Maus bewegen = move, rechte Maustaste = tilt, scroll Rad = Zoom - mehr braucht man nicht. Clickt man auf ein beliebiges Gebäude erhält werden alle Firmen aufgelistet die dort ein Büro unterhalten. Sucht man nach einem Pizza-Service werden die Gebäude hervorgehoben.

Die 3D-Ansicht wurde aus Satelliten-Information für Höhe und Abmessung der Gebäude sowie von Bildern tieffliegender Flugzeugen für die Textur der Gebäudehüllen errechnet. Falls hierfür wirlich eine automatisierte Lösung gefunden wurde ziehe ich meinen Hut.

Über den Start-up habe ich gelesen, dass er aus nur 4 Mitarbeitern besteht (leider finde ich den Post nicht mehr) und derzeit nach Geld für eine Ausweitung auf weitere Städte sucht. Meine Meinung - Google/Microsoft/Yahoo - gebt den Leuten Geld, denn Sie wissen was sie tun!

CNN News Service setzt in Second Life auf User-Generated-Content

Mittwoch, 21. November 2007

Dass ein weiterer Großkonzern eine Insel in Second Life eröffent ist eigentlich keine Meldung (doch eine… hier) wert. Sehr viele haben in der Vergangenheit großmundig ihr Second Life Engagement angekündigt. Was ich aber bemerkenswert finde ist die der Web 2.0 Ansatz den CNN gewählt für ihr Second Life Engagement gewählt hat. Für einen ansonsten auf one-way-Kommunikation spezialisierten Nachrichtendienstleister ist es ein großer Schritt sich auf einen echten Dialog mit Anwendern einzulassen und user-generated-content auf einer CNN-gebrandeten Insel zu veröffentlichen. Das macht die Marke CNN nahbar, fassbar und kann so zu einer höheren Kundenbindung führen. Über diese Themen reden wir häufig mit deutschen Unternehmen, aber leider verstehen nur wenige das Potential dass in solch einem Ansatz steckt. Ich freue mich dass CNN einen Web 2.0 Ansatz gewählt hat und uns nicht mit schöner aber langweiliger Architektur beglückt und dann bzgl. der Besucherzahlen wunder erwartet. Ich schaue mir das gleich mal an!

Der Hype ist vorbei - jetzt beginnt die ernsthafte Anwendung!

Freitag, 16. November 2007

Christoph Lattemann (was für ein schöner Name) hat einen Artikel im Börsenblatt zum Thema “Der Hype ist nicht vorbei” veröffentlicht.
Abgesehen vom Titel, mit dem ich ganz und gar nicht übereinstimme,  ist der Artikel gut.

Ich persönlich freue mich sehr, dass der rund um Second Life in Deutschland vorbei ist, denn nun kann man mit Firmen und sogar der Presse vernünftige Gespräche führen. Jetzt geht es nicht mehr um “dabei sein ist alles” bzw. “mir ist egal was wir machen, hauptsache die Presse berichtet darüber”.

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SL-Stammtisch - Do 15/11 - 19:00Uhr

Sonntag, 11. November 2007

Jutta Westphal hat mir gerade Bescheid gesagt, dass Sie - herzlichen Dank an dieser Stelle - einen Raum im Grünfeld, Brüsseler Straße 47, 50674 Köln für Donnerstag den 15.11. ab 19:00 Uhr reserviert hat. Wir haben uns mit Jutta auf das Grünfeld verständigt, nach das 4carni uns mit einer Mindestumsatzforderung von 2500€ für die Nutzung ihres Raums konfrontiert hat. Den Bloggern sollte das Grünfeld von der Plogbar bestens bekannt sein, wer es noch nicht kennt kann sich an folgenden Koordinaten orientieren:

  • Link zum Grünfeld - hier - (SchachvereinGruenfeld.de ist auch die offizielle Webpage des Restaurants)
  • Koordinaten in Google-Maps - hier
  • Kartenausschnitt zur Orientierung. Wer mit dem Auto kommt und keinen Parkplatz vor Ort findet weicht am Besten auf das Holiday-Inn-Parkhaus am Rudolphplatz aus - oder weiß jemand noch nähere / bessere Parkmöglichkeiten?

Gruenfeld Karte AusschnittIch werde voraussichtlich erst um 20:30 eintreffen, aber kommen werde ich auf jeden Fall. See you.

RL-Shopping - in virtuellen Welten?

Mittwoch, 7. November 2007

Auf Exciting Commerce wird über die Pressemitteilung von ACNielsen zum Thema Life Shopping berichtet - hier.

Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass in Deutschland zwar großes Interesse an Life Shopping besteht, aber insbesondere etablierte Handelsketten immer noch Probleme mit der Vorstellung des “ortsunabhängigen” Internet-Vertrieb haben. Das waren eigentlich die Hausaufgaben im Web 1.0 - HALLO - inzwischen sind wir schon sehr viel weiter. Das Problem der etablierten Handelsketten mit großem Präsenzgeschäft ist nach wie vor der Gebietsschutz. Mit einem Handelsunternehmen habe ich konkret über den Vertrieb realer Produkte in virtuellen Welten gesprochen und bin schlußendlich am Gebietsschutz gescheitert. Im konkreten Fall war die Macht des Präsenzgeschäfts ist so groß, dass jegliches Engagement reale Produkte über das Internet zu verkaufen - und vielleicht sogar über virtuelle Welten -  im Keim erstickt wurde.

Im Gegensatz dazu planen unabhängige Gesellschaften den Aufbau von virtuellen Einkaufszentren. Über eine Initiative wurde kürzlich in der Welt Online berichtet - hier. Beim Virtual Worlds Forum Europe in der vorletzen Woche habe ich u.a. darüber mit dem CEO von Entropia Universe gesprochen. Er hat den Vertrieb realer Produkte über Entropia Universe als das wichtigste Ziel für 2008 erkärt und erwartet bereits im nächsten Jahr einen substantiellen Deckungsbeitrag aus diesem Income-Stream.

Geld verdienen in virtuellen Welten

Mittwoch, 7. November 2007

Das Thema Geschäftsmodelle “in und mit” virtuellen Welten treibt insbesondere uns Deutsche um! Gerade erst habe ich in einer neuen Studie der HHL - Leipzig Graduate School of Management von Kathrin Jung über das Nutzerverhalten in Second Life davon gelesen. Demnach sind wir Deutschen sehr viel mehr am Geldverdienen interessiert als andere Nationen. Dafür haben wir es scheinbar leichter mit der freien Meinungsäußerung im realen Leben, denn dieser Beweggrund sich in virtuellen Welten zu engagieren war in den USA sehr viel stärker ausgesprägt als hierzulande.

For the element “I can do/say things I could not do/say in real life”, Americans showed a tendency to higher agreement compared to Germans and other nationalities, whereas among German respondents more people confirmed the motivation of wanting to make money in Second Life.
(Auszug: Kathrin Jung, Research Associate/ Doctorial Candidate, Department of Marketing Management, HHL - Leipzig Graduate School of Management)

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Seit gerade mal einer Woche stehen nun auch die Finalisten des VVC - Virtual Venture Competition fest. Wir erinnern uns, das ist der McKinsey-Wettbewerb bei dem Teams 45 Tage Zeit hatten aus einem virtuellen Startgeld möglichst viel Gewinn zu schlagen. Insgesammt wurden 6 Teams ausgewählt die Mitte November in Kitzbühl gegeneinander antreten werden. Hier eine kurze Liste der ausgewählten Geschäftsmodelle, wer mehr dazu erfahren möchte geht auf die offizielle Seite von McKinsey - hier

  • virtuelle Werbeagentur - berät Firmen bei Marketingstrategien in Second Life
  • Corporate Communications - Management-Training-System für Firmen aus der realen Business-Welt
  • Roboter GENIE - sammelt & verteilt automatisch Informationen über andere Avatare (mmh - ob das alle so gut finden)
  • Dating-Service - bringt Avatare zusammen
  • Rabattkartensystem - für virtuelle Shops in Second Life
  • FinderBot - unterstützt User bei der Produkt- und Informationssuche