StageSpace – Second Life im Browser oder 3D-XING?

StageSpace ist eine neue virtuelle Welt, die sich noch in der Beta-Testphase befindet. Im Gegensatz zu Second Life läuft StageSpace im Web-Browser, nachdem man einmalig Java Webstart installiert hat.

Wir haben uns diese neue Plattform einmal näher angeschaut und eine Mischung aus einfachem Second Life und 3-Dimensionalem XING geboten bekommen.

Bei dem ersten einloggen nach dem Update am 19.06.2007 traf ich auch gleich jemanden, der seit Anfang an dabei ist, BIG-Stan, ein Azubi in der Firma. Wir standen in einer Ecke der Disco und haben uns über den Szene-Chat unterhalten können.

Momentan kann man zwischen drei Locations wählen: Disco, Hotel und Lounge. Das ist nicht viel, zumal dieser Locations ist nicht sehr groß und nur spärlich eingerichtet sind. Die herumstehenden Objekte kann man in sein Inventar aufnehmen und an einer anderen Stelle wieder aufstellen und verschieben bzw. drehen, jedoch nicht selber bauen. Laut BIG-Stan das Bauen aber bald möglich sein. Neue Objekte kann man sich in einem Shop kaufen. Bezahlt wird mit Netties, der Währung in StageSpace.


Die Grafikqualität ist für eine browser-basierte Anwendung recht gut, es werden sogar Texturen mit Lightmaps verwendet, die den Eindruck einer Beleuchtung erwecken.
Die Performance lässt noch etwas zu wünschen übrig, da die Bewegungen der Avatere sehr abgehackt und steril wirken. Insbesondere wenn sich mehrere Avatare in einem Raum bewegen kann man von „virtual reality“ nicht mehr sprechen. Auch dauert es sehr lange wenn man von anderen Anwendungen zurück zu StageSpace wechselt bis man sich im Raum wieder bewegen kann.

Auch mit der Stabilität sieht es noch nicht ganz so optimal aus, ich musste schon einige Male StageSpace neu starten, da es sich aufgehängt hat. Aber das muss man einer Beta-Version noch verzeichen – die Betonung liegt auf „noch“.

StageSpace - Screenshot

Auf dem Screenshot seht ihr links das Menue, in dem die noch nicht verfügbaren Features grau dargestellt sind. Hervorheben möchte ich VoIP auch eine Webcam Funktion die noch eingebaut werden sollen.

Soweit sieht und verhält sich StageSpace ähnlich zu Second Life, auch wenn der Schwerpunkt dieser Plattform Kommunikation zwischen Besuchern und nicht Co-Create – also das gemeinschaftliche Erschaffen von Content – ist.

Überrascht hat mich dann doch noch das Feature „Buddy-Hops“. Unter diesem nichts-sagenden Namen verbirgt sich eine Funktion ähnlich zur Netzwerkanalyse von XING. Mit Hilfe von Buddy-Hops kann man sich anzeigen lassen, um wie viele Ecken man sein Gegenüber bereits kennt. Virtual Social Networking könnte man dieses Feature nennen – auf jedne Fall ein interessanter Ansatz seine virtuellen Beziehungen noch besser zu nutzen.

In Zukunft soll man Bilder, Musik und Videos hochladen können, um diese dann mit Freunden im eigenem Zuhause anzuhören bzw. anzusehen. Ob sich hieraus eine Art You-Tube oder Flickr mit Gemeinschaftgefühl entwickeln wird bleibt abzuwarten.

Viele Grüße
Mike

Hinterlassen Sie eine Antwort